Die Wetterauer Landtagsabgeordnete Lisa Gnadl (SPD) traf sich mit Ortenbergs Bürgermeisterin Ulrike Pfeiffer-Pantring, um sich über die Straßen- und Verkehrssituation einiger Stadtteile zu informieren. Dabei standen die Belastungen durch den Schwerlastverkehr der Steinbrüche in Bergheim und Ortenberg im Mittelpunkt des Gesprächs, die besonders in Bleichenbach und Selters zu spüren sind. „Die Ortsdurchfahrten in beiden Stadtteilen sind in einem schlechten Zustand und durch den LKW-Verkehr stark belastet“, erklärte Ulrike Pfeiffer-Pantring. Zwar seien beide Ortsdurchfahrten Bundesstraßen, trotzdem sehen die beiden SPD-Politikerinnen auch das Land Hessen in der Verantwortung, die Verkehrssituation zu entschärfen. „Der Rohstoffsicherungsplan des Landes führt zur Erweiterung des Steinbruchs in Bergheim und damit zu mehr Verkehr. Auch der Abschlussbetriebsplan für den Steinbruch Ortenberg bedeutet LKW-Verkehr für die Anlieferung der Erdeinlagerungen. Die Belastung resultiert also unter anderem aus dem Bergrecht und das ist Landesangelegenheit“, so Lisa Gnadl.
Zur kurzfristig umsetzbaren Entlastung der Anwohner in Bleichenbach erörterten die Landtagsabgeordnete und Ortenbergs Bürgermeisterin die Möglichkeit, ein Tempolimit von maximal 30 km/h für LKW einzurichten.
In Selters müsse es darum gehen, endlich die seit Jahrzehnten in der Diskussion befindliche Umgehungsstraße zu bauen. „In Selters haben wir einen Knotenpunkt von zwei Bundesstraßen. Neben dem Lastverkehr steigt auch das Aufkommen des Pendlerverkehrs. Hinzu kommt, dass wir in Selters eine extrem enge Durchfahrtsstraße haben“, schilderte Pfeiffer-Pantring die derzeitige Lage. Dabei sind sich die beiden Politikerinnen bewusst, dass es bei den Anwohnern der geplanten Trasse entlang des Vulkanradwegs Vorbehalte und Widerstände gibt. „Allerdings geht es in Selters nicht allein um die Lärmbelastung, sondern vor allem um die tagtägliche Sicherheit der Fußgänger im Straßenverkehr. Auch liegen entlang der heutigen Ortsdurchfahrt viele Ein- und Ausfahrten von den anliegenden Grundstücken“, so Lisa Gnadl.
Auch am Vormittag von Gnadls Besuch bei Pfeiffer-Pantring kam just eine Anwohnerin aus Selters im Ortenberger Rathaus vorbei, um die Sicherheitsproblematik bei der Ein- und Ausfahrt aus ihrem Hof zu schildern.
„Die ganze Straßensituation gefährdet sowohl den Durchgangsverkehr als auch die Anwohner, die mit ihrem Auto von ihrem Grundstück ein- und ausfahren. Daher machen wir uns für einen Bau der Ortsumgehung in Selters stark“, betonten Gnadl und Pfeiffer-Pantring. Eine Verlegung der Ortsdurchfahrt würde die Sicherheitsproblematik lösen. Außerdem könne bei der Ortsumgehung aufgrund der dann vorhandenen Abstandsflächen zwischen Straße und benachbarten Häusern Lärmschutzmaßnahmen realisiert werden, für die entlang der derzeitigen Ortsdurchfahrt kein Platz sei.
Gnadl versprach der Bürgermeisterin zu eruieren, wie die Stadt die Kosten für die abschließende Planungen zur Ortsumgehung ersetzt werden können. „Wenn die Stadt ihre Planungsarbeiten abgeschlossen hat, steigen die Chancen, dass die Ortsumgehung Wirklichkeit wird“, so die Landtagsabgeordnete abschließend.

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