Passend zum Schulstart hatte die Hessen-SPD eine Aktionswoche zum Thema Bildung ausgerufen. Aus diesem Anlass organisierten auch die Wetterauer Sozialdemokraten mehrere Aktionen. Die Wetterauer Jusos verteilten Anfang der Woche schon führ morgens vor dem Schulstart Schulbrotdosen gefüllt mit „Nervennahrung“ und bildungspolitischen Informationen vor der Augustinerschule in Friedberg. Die Landtagsabgeordnete Lisa Gnadl warb mit einem Informationsstand an der Kleinen Freiheit in Friedberg für ein neues Schulkonzept.
„Mit unseren Verteilaktionen in Friedberg wollten wir an die Demonstration der Schülerinnen und Schüler, die erst im Juni stattgefunden hatte, anknüpfen und auf die großen Defizite in der hessischen Bildungspolitik aufmerksam machen“, erklärten Elisa Scaramuzza und Tobias Gniza, die beiden Vorsitzenden der Jusos Wetterau.
Auch in Bad Vilbel verteilten die Sozialdemokraten zusammen mit der Landtagsabgeordneten Lisa Gnadl und der Kreistagsabgeordneten Sylvia Harbig Brotdosen an Erstklässler und Informationsmaterial an die Eltern an der Stadtschule.
Im Rahmen der „Aktionswoche Bildung“ wollten die Sozialdemokraten einerseits auf die Versäumnisse der schwarz-gelben Landesregierung aufmerksam machen, gleichzeitig aber den Bürgerinnen und Bürgern die eigenen Alternativkonzepte näher bringen.
„Die Landesregierung hält trotz großer Proteste von Schülerinnen, Schülern und Eltern stur und ohne jede Einsicht an der völlig verkorksten Schulzeitverkürzung im Gymnasium (G8) fest. CDU und FDP haben bisher kein Konzept vorgelegt, wie sie mehr Chancengleichheit in den hessischen Schulen garantieren wollen. Und noch immer gibt es keine Antworten von schwarz-gelb auf die Problematik der sinkenden Schülerzahlen und darauf, wie dennoch ein breites schulisches Angebot in der Fläche gesichert werden soll. Und jetzt rückt Kultusministerin Henzler in Interviews immer mehr von der versprochenen Lehrerversorgung ab. Die SPD hingegen setzt sich für längeres gemeinsames Lernen, bessere individuelle Förderung sowie ein flächendeckendes Angebot an echten Ganztagsschulen ein. Mit einer individuell flexiblen Eingangs- und Oberstufenschulzeit wollen wir den G8-Turbo-Stress ersetzen. Und wir wollen eine kostenlose Schülerbeförderung sowie kostenlose Mittagsessen in den Schulen. Dazu werden wir im Herbst einen eigenen Gesetzentwurf in den Landtag einbringen. Das wird ein Offenbarungseid für CDU und FDP werden, die nur in Sonntagsreden für bessere Bildung werben, in Wirklichkeit aber allein im nächsten Jahr über 75 Millionen Euro im Bildungsbereich kürzen“, so die Landtagsabgeordnete Lisa Gnadl.

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