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16. August 2010

 

Tragbares Sanierungskonzept benötigt
Lisa Gnadl besichtigt Hallenbad in Gedern


Ihre Sommertour führte die Wetterauer SPD-Abgeordnete Lisa Gnadl auch ins Gederner Hallenbad. Zusammen mit dem örtlichen SPD-Vorsitzenden Michael Siebert, dem SPD-Fraktionsvorsitzenden Oliver Hampel und Gederns Erstem Stadtrat Klaus Bechtold informierte sich Gnadl über den Stand der Planungen für die Umgestaltung des Hallenbads. Geführt wurden die Sozialdemokraten dabei von der Ersten Vorsitzenden des Gederner Hallenbadvereis, Yvonne Stecker, dem Zweiten Vorsitzenden des Hallenbadvereins, Manfred Morkel, dem Ersten Vorsitzenden der Gederner DLRG, Michael Stroh und Schwimmmeister Peter Hämmerle, die der Landtagsabgeordneten die Sanierungspläne sowie damit zusammenhängende Chancen und Probleme erläuterten.

Besonders die Finanzierung der Baderneuerung bereite Sorgen. Von den ursprünglich geplanten 2,5 Millionen Euro, von denen rund 500.000 Euro vom Land Hessen übernommen werden, seien die kalkulierten Kosten für die Umbaumaßnahmen auf rund drei Millionen Euro gestiegen. „Die Stadt steht jetzt vor der Entscheidung, ob sie die Erneuerungen auf das Notwendigste beschränkt, etwa die energetische Sanierung und die neue Filter- und Heizanlage, oder ob sie auch die Mehrkosten übernimmt, um das Bad für Besucher sichtbar attraktiver zu machen“, fasste der Erste Stadtrat Klaus Bechtholt die Problematik zusammen. Wobei sich der Gederner Hallenbadverein dafür stark macht, das Bad insgesamt aufzuwerten: „Neue Technik und Energiesparmaßnahmen sind wichtig, aber davon merken die Besucher relativ wenig. Erst wenn wir zum Beispiel den Kleinkindbereich erneuern und eine Cafeteria einrichten, werden auch wieder mehr Besucher ins Hallenbad kommen und für höhere Einnahmen sorgen“, argumentierte Yvonne Stecker.

Dabei steht die Bedeutung des Gederner Bads außer Frage. Als eines der wenigen verbliebenen Hallenbäder in der Region ist es für viele Schulen unverzichtbar, um Schwimmunterricht erteilen zu können. „Damit bietet unser Hallenbad einen wichtigen Service für die Schulen und damit für das Land Hessen. Außerdem haben wir eine gute Nachfrage nach unserem Kursangebot. Allein 140 Personen nehmen aktuell an den Schwimmkursen im Hallenbad teil“, erläuterte Michael Stroh von der Gederner DLRG. Hinzu kämen vier bis sechs Aquafitnesskurse pro Woche mit jeweils zehn bis 25 Teilnehmern.

Dies verdeutlicht für Lisa Gnadl nochmals die Rolle des Hallenbades: „Kinder, die privat oder im Schulunterricht schwimmen lernen sollen, ältere Menschen, die schonend Sport treiben möchten oder Familien, die ein paar Stunden im Wasser verbringen wollen – für alle ist das Hallenbad wichtig. Ohne die kleineren und mittleren Hallenbäder in unserer Region müssten viele Menschen gerade im Winter weite Strecken fahren, um schwimmen gehen zu können. Deshalb ist das Hallenbad in Gedern ein wichtiger Faktor für die Lebensqualität bei uns vor Ort“, so die Landtagsabgeordnete.

Diese Einschätzung teile auch die Gederner SPD, so deren Fraktionsvorsitzender Oliver Hampel. Die Finanzlage der Stadt Gedern sei zwar sehr angespannt: „Wir haben das Schloss gekauft, der Kindergarten muss neu gebaut werden und auch über das Areal am See müssen wir uns Gedanken machen. Da gehört natürlich jede Investition auf den Prüfstand“, so Oliver Hampel. Dennoch müsse die Stadt die zusätzlichen 500.000 aufbringen, meint auch der Gederner SPD-Vorsitzende Michael Siebert. „Wenn wir das Hallenbad erneuern, dann nicht nur als Stückwerk. Sonst hätten wir ein Bad mit neuer Technik, aber ohne Aufwertung des Badebereichs. Wenn dann wegen mangelnder Attraktivität die Besucher wegbleiben, ist das auf lange Sicht teurer für die Stadt“, ist sich Siebert sicher. Das müsse auch der Wetteraukreis als Aufsichtsbehörde über den Gederner Haushalt bedenken.

„Die Gederner Stadtverordneten stehen vor schwierigen Beratungen. Ich hoffe nur, dass alle Beteiligten möglichst zeitnah zu einem tragbaren Sanierungskonzept für das Hallenbad kommen und das Hallenbad den Bürgerinnen und Bürgern bald in verbesserter Ausstattung zur Verfügung steht“, so Lisa Gnadl zum Abschluss der Besichtigung.

 

 

 
 
 
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